Regional, frisch, nachhaltig: Genuss aus der SRO-Küche
Kurze Wege, klare Herkunft
Die Kartoffeln stammen von einem Bauernhof in Langenthal, die Milchprodukte von einer Käserei in Aarwangen und die Eier aus der Region Wyssachen/Kaltacker. Das Fleisch kommt aus der Schweiz oder von einer Metzgerei in Kleindietwil. Gemüse und Früchte werden je nach Saison aus der Region Lotzwil oder dem Seeland bezogen. Auch beim Fisch setzt die SRO auf Regionalität: Seit 2020 werden ausschliesslich Fische aus heimischen Gewässern wie dem Hallwiler- oder Thunersee verarbeitet. Importprodukte wie Lachs oder Pangasius aus Übersee kommen nicht auf den Tisch. Brot und Gebäck stammen aus Langenthal und der Bio-Zopf für Privatpatientinnen und -patienten aus einer Stiftung in Madiswil.
«Viele unserer Lieferanten kennen wir persönlich. Das schafft Vertrauen und garantiert Qualität», sagt Daniel Baumgartner, Bereichsleiter Küche der SRO. «Wir wollen täglich frisch kochen – mit Produkten, deren Herkunft wir genau kennen.»
Auch die Produzenten schätzen die Zusammenarbeit: «Es ist schön zu wissen, wohin unsere Produkte gehen», sagt Marianne Geiser, Landwirtin aus der Region. «Die SRO setzt konsequent auf Regionalität – das ist in dieser Grössenordnung nicht selbstverständlich.»
Saisonale Planung: Frisch auf den Teller
Alles wird täglich frisch gekocht – für Patientinnen und Patienten, Mitarbeitende und externe Gäste. Übrig gebliebene Speisen landen nicht im Abfall, sondern werden zu Salaten, Eintöpfen oder Suppen weiterverarbeitet. Saisonale Desserts entstehen in der hauseigenen Konditorei.
Die Küche ist ständig im Austausch mit den Lieferanten. «Wenn Spargel oder Erdbeeren reif sind, erfahren wir das sofort und die Produkte kommen frisch ins Menü», erzählt Baumgartner. Die Ernährungsberatung prüft zusätzlich, dass die Nährwerte ausgewogen bleiben. So profitieren alle Gäste von einer saisonalen, regionalen und nachhaltigen Küche, die bewusst auf Qualität und Frische setzt.
Weniger Abfall, weniger CO₂
Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil des Küchenalltags: Transportwege werden bewusst kurzgehalten und Desserts in wiederverwendbaren Weck-Gläsern angerichtet. Auf Einweggeschirr wird im gesamten Spitalbetrieb verzichtet, Klarsichtfolien kommen nur noch hinter den Kulissen zum Einsatz (zum Abdecken). Vegetarische Thementage sowie Menüs mit alternativen Proteinquellen gehören deshalb fest zum Angebot.
Frisch geliefert, direkt verarbeitet
Die Lebensmittel werden täglich angeliefert, kurz nach der Ernte oder Herstellung. So bleiben die Qualität und die Nährstoffe erhalten. Jedes Gericht verlässt die Küche sorgfältig zubereitet und mit einem klaren Bekenntnis zur Region.
Treffpunkt im Spitalrestaurant
Nicht nur Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende schätzen das Angebot der SRO-Küche. Auch aus der Region kommen regelmässig Gäste ins öffentliche Restaurant.
Eine Gruppe von vier bis fünf Frauen trifft sich hier seit rund 20 Jahren jeweils am Dienstag zum gemeinsamen Mittagessen. Zwei von ihnen haben früher selbst im Spital gearbeitet, die anderen wohnen in der Region. «Wir kommen einfach – wer da ist, ist da», sagt eine der Frauen schmunzelnd. «Es braucht keine grosse Planung, das gehört einfach dazu.»
Geschätzt werden neben der geselligen Runde vor allem das abwechslungsreiche Angebot, die gute Qualität und das faire Preis-Leistungs-Verhältnis. «Und es geht schnell – das ist uns auch wichtig», ergänzt sie. «Ausserdem müssen wir einmal nicht selbst kochen.»
Gerade in den Frühlings- und Sommermonaten lädt auch die Terrasse zum Verweilen ein.
Weitere Informationen
Bildlegende (ganz oben): Für eine Verpflegung mit Qualität und Herz: Pedro Da Silva Pinto, Teamleiter Abwaschküche, Doris Fahrni, Stv. Bereichsleiterin Küche und Daniel Baumgartner, Bereichsleiter Küche (von links) leben den Teamspirit der SRO-Küche.