Bereit für die Sommerferien! Das gehört in jede Reiseapotheke.
Die Sommerferien stehen vor der Tür. Familien, Paare und Einzelreisende packen ihre Koffer und freuen sich auf Erholung, Abenteuer und neue Erlebnisse. Doch gerade unterwegs kann es schnell passieren: Das Kind schürft sich das Knie auf, die Sonne brennt zu lange, oder der Magen streikt beim ersten Restaurantbesuch in der Ferne. Jasmine Frei, Ressortleiterin der Spitalapotheke im Spital Langenthal, weiss aus Erfahrung: «Eine gut bestückte Reiseapotheke muss nicht gross sein – aber sie muss das Richtige enthalten.»
Das Wichtigste im Gepäck
Zur Grundausstattung jeder Reiseapotheke gehören Pflaster in verschiedenen Grössen, Kompressen und Verbandsmaterial sowie ein Desinfektionsmittel. Dazu kommen Schmerz- und Fiebermittel, Medikamente gegen Durchfall und Übelkeit sowie etwas gegen Halsschmerzen und Schnupfen. Eine Pinzette und eine Zeckenzange sind besonders im Freien unverzichtbar – denn Zeckenstiche passieren auch im Urlaub, und oft schneller als man denkt.
Reist man mit Kindern, lohnt es sich, Medikamente in kindgerechter Darreichungsform einzupacken: Sirup oder Zäpfchen sind einfacher einzunehmen als Tabletten und in der richtigen Dosierung für Kinder vorhanden.
Temperaturen machen Medikamente kaputt
Ein Aspekt, den viele unterschätzen: Medikamente reagieren empfindlich auf Hitze und Kälte. «Im Auto kann es im Sommer über 50 Grad heiss werden», erklärt Jasmine Frei. «In den Frachträumen von Flugzeugen herrschen dagegen Minustemperaturen. Beides schadet Medikamenten.» Ihre klare Empfehlung: Medikamente nie im parkierten Auto lagern und bei Flugreisen immer ins Handgepäck nehmen – nicht in den aufgegebenen Koffer.
Verschreibungspflichtige Medikamente: frühzeitig planen
Wer regelmässig auf verschreibungspflichtige Medikamente angewiesen ist, spricht am besten frühzeitig mit der Hausarztpraxis. Für eine längere Reise braucht es genügend Vorrat – und ein aktuelles Rezept, falls unterwegs Nachschub nötig wird. Reist man in tropische Länder oder Regionen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko, informiert man sich rechtzeitig über empfohlene Impfungen oder Malaria-Prophylaxe. Solche Abklärungen brauchen Zeit – idealerweise beginnt man damit vier bis sechs Wochen vor der Abreise.
Gut vorbereitet reist man besser
Eine Reiseapotheke schützt nicht vor jedem Missgeschick. Aber sie sorgt dafür, dass man im Ernstfall handeln kann – ohne lange nach einer offenen Apotheke zu suchen oder sich in einer fremden Sprache durch das Medikamentensortiment zu kämpfen. Wer gut vorbereitet in die Ferien startet, kann sich auf das Wesentliche konzentrieren: die schönen Momente.