Patient im Gespräch mit dem Arzt

Rechte und Pflichten

Die Rechte und Pflichten der Patienten richten sich nach der eidgenössischen und kantonalen Gesetzgebung. Welche Möglichkeiten habe ich als Patient mich zu schützen? Was sind meine Rechte und Pflichten?


Recht auf Aufklärung, Information
Patienten haben generell das Recht, über ihren Gesundheitszustand und die vorgesehenen Behandlungs- und Heilmassnahmen informiert und aufgeklärt zu werden.

Die medizinische Fachperson klärt den Patienten vor der Durchführung der Massnahme / Operation über den Gesundheitszustand, die Diagnose und die notwendigen Massnahmen auf. Dabei wird der Zweck dieser Massnahmen erklärt und über mögliche Risiken sowie Alternativen aufgeklärt.

Zustimmung oder Ablehnung
Der Patient hat das Recht, bestimmten Untersuchungen, Behandlungen und Eingriffen zuzustimmen oder diese zu verweigern.

Die Massnahmen für Behandlung oder Diagnose bedürfen der Zustimmung der Patienten. Ausnahmen gelten im Notfall für Massnahmen zur Lebensrettung oder zur Abwehr von schweren Folgeschädigungen, sofern keine entgegenstehende Meinungsäusserung (z. B. Patientenverfügung) bekannt ist.

Schutz des Patienten
Der Patient hat das Recht auf Schutz der Privatsphäre. Das heisst, das Personal unterliegt dem Berufsgeheimnis und der Schweigepflicht.

Akteneinsicht
Möchte ein Patient seine Krankengeschichte / Krankenakte einsehen, darf er dies tun.

Recht auf Beschwerde
Wenn ein Patient eine Beschwerde einreichen möchte, kann dies über die Beschwerdeinstanz, das Qualitätsmanagement, erfolgen.

Entlassung gegen fachlichen Rat
Wenn ein Patient entgegen fachlichem Rat und nach erfolgter Aufklärung über Risiken und mögliche Folgen auf eine Entlassung aus dem Spital besteht, muss er dies schriftlich bestätigen. Wird die Unterschrift verweigert, erfolgt ein entsprechender Vermerk in die Behandlungsdokumente.

Patientenverfügung
Sie haben bereits eine Patientenverfügung? Dann informieren Sie das Pflegepersonal bei Ihrem Eintritt darüber.

Wenn Sie noch keine Patientenverfügung haben, lesen Sie die nachfolgenden Informationen
Eine urteilsfähige Person kann in einer Patientenverfügung festlegen, welchen medizinischen Massnahmen sie im Fall ihrer Urteilsunfähigkeit zustimmt oder nicht zustimmt.  Sie kann auch eine Person benennen, die im Fall einer Urteilsunfähigkeit mit der behandelnden Fachperson medizinische Massnahmen besprechen und entscheiden soll.

Der Patientenverfügung muss entsprochen werden, ausser wenn diese gegen gesetzliche Vorschriften verstösst oder wenn begründete Zweifel bestehen, dass sie auf freiem Willen beruht oder nicht dem Willen des Patienten entspricht.

Obduktion und Entnahme von Organen
Eine Obduktion kann bei vorliegendem Einverständnis des Verstorbenen oder seiner nächsten Angehörigen durchgeführt werden. Organentnahmen zu Transplantations- oder Forschungszwecken werden in der SRO AG derzeit nicht durchgeführt.

Welche Pflichten haben Sie als Patient?

Informationspflicht
Die Patienten verpflichten sich, zu einem erfolgreichen Verlauf der Behandlung beizutragen. Dazu gehört auch, den zuständigen Fachpersonen die für die Behandlung erforderlichen Auskünfte über bereits erfolgte oder vorgesehene Massnahmen zu erteilen.

Ein gutes Miteinander
Die Regeln unseres Hauses müssen von unseren Patienten eingehalten werden. So soll auf Mitpatienten und das Personal Rücksicht genommen und zu einer guten und klaren Verständigung mit dem Personal beigetragen werden.

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