Bandscheibenvorfall – Wieder in Bewegung

Fred H. (65) ist jemand, der sich gern bewegt, spazieren geht und Sport treibt. Durch einen Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule war ihm all dies nicht mehr möglich. Heute ist er wieder in Bewegung – mit viel Elan und Lebensfreude.

Mit einem strahlenden Lächeln werde ich von Fred H. empfangen. Nichts erinnert mehr an die Schmerzen, die ihm noch vor ein paar Monaten das Arbeiten und sogar einfachste Dinge im Alltag unmöglich gemacht haben. Wir setzen uns und Fred H. beginnt zu erzählen.

«Vor etwa zehn Jahren hat es angefangen», berichtet er. «Da hatte ich erstmals diese Schmerzen, die in die rechte Schulter und in den Arm ausstrahlten.» Er ging damals zum Hausarzt, der ihm Schmerzmittel verschrieb. Diese halfen und die Schmerzen kamen nicht mehr zurück – bis zum Dezember 2016. «Da waren sie schlagartig wieder da, genau die gleichen Schmerzen wie damals», schildert er diesen Moment.

Wieder ist sein Hausarzt die erste Anlaufstelle. Und wieder versucht man es mit Tabletten. Diesmal jedoch ist das Ergebnis ein anderes: Die Tabletten wirken nicht, auch nicht die zweiten, die ihm vom Hausarzt verschrieben werden. «Ich musste noch nie in meinem Leben so viele Tabletten schlucken und wirklich geholfen haben sie nicht», erinnert sich Fred H. So wird Anfang Januar 2017 eine MRT (Magnetresonanztomographie) zur genaueren Abklärung gemacht, da der Hausarzt aufgrund der Symptome einen Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule vermutet.

Als sich diese Diagnose bestätigt, wird Fred H. von seinem Hausarzt zu Dr. Oliver Schmidt, Chefarzt Wirbelsäulenmedizin, ins Spital Langenthal geschickt. «Es folgten Gespräche und Untersuchungen. Ich wurde zur genaueren Abklärung an den Neurologen im Haus weitergeleitet.» Durch verschiedene Tests wird untersucht, welche Nerven die Schmerzen verursachen. Als dies feststeht, beschliessen Fred H. und Dr. Schmidt, es in einem nächsten Schritt mit einer Schmerztherapie zu versuchen. So bekommt Fred H. im Februar zum ersten Mal eine Spritze an den betroffenen Nerv an der Halswirbelsäule. «Die Schmerzen waren weg, kamen aber nach etwa drei Tagen wieder zurück», erinnert sich Fred H. Eine frustrierende Situation, denn seine Lebensqualität ist stark eingeschränkt. «Ich war immer sehr aktiv und nun konnte ich kaum etwas machen, da ich ständig von diesen Schmerzen geplagt wurde. Meine Hände kribbelten und ich verlor mehr und mehr das Gefühl in zwei Fingern.»

Arm und Schulter schmerzen und ans Arbeiten ist nicht zu denken. «Inzwischen bin ich pensioniert, aber damals habe ich noch als Maschinenmonteur gearbeitet, was oft mit dem Heben von schweren Lasten verbunden war.»

«Da alle anderen Therapien ohne Erfolg geblieben sind, habe ich mich schliesslich für eine Operation entschieden.»

Die Schmerzen sind nach wie vor da, als man sich im März für eine zweite Spritze entscheidet – doch auch diese Therapie wirkt nur drei Tage. So werden im April 2017 erneut Gespräche geführt und es erfolgen noch einmal neurologische Untersuchungen. «Da alle anderen Therapien ohne Erfolg geblieben sind, habe ich mich schliesslich für eine Operation entschieden. Ich wollte mich einfach wieder normal bewegen können, wieder spazieren und arbeiten gehen können», erinnert sich Fred H.

Und so wird er Anfang Mai 2017 operiert. Zwei Bandscheiben werden entfernt und die Wirbelkörper durch Implantate miteinander verbunden. «Sofort nach der Operation waren die Schmerzen und Ausstrahlungen in den Arm besser und das Gefühl in den beiden Fingern kam nach und nach zurück.» Die Betreuung vor und nach der Operation durch Ärzte, Pflegepersonal und Physiotherapeuten ist sehr gut und persönlich. Nach sechs Tagen im Spital darf er nach Hause und schon zwei Tage später unternimmt er wieder den ersten Spaziergang mit seiner Frau. «Es war ein wunderbares Gefühl, sich wieder ohne diese Schmerzen bewegen zu können und einen Spaziergang zu machen – auch wenn er nur kurz war», erzählt er strahlend.

Sechs Wochen nach der Operation kann Fred H. wieder anfangen zu arbeiten, zuerst 50 %, nach weiteren sechs Wochen 100 %. Inzwischen ist er pensioniert und geniesst seinen neuen Alltag mit Spaziergängen, Sport und wertvollen sozialen Kontakten: «Für mich war die Entscheidung für diese Operation richtig. Ich schätze es sehr, mich wieder schmerzfrei bewegen zu können, mit meiner Frau Heidi zu kochen und überall, wo Not am Mann ist, zu helfen.»

«Für mich bedeutet Bewegung Lebensqualität.»

Er geniesst die schönen Dinge im Leben, achtet auf eine ausgewogene, gesunde Lebensweise und ist vor allem wieder in Bewegung: «Für mich bedeutet Bewegung Lebensqualität. Und ich liebe es, anderen, die Hilfe nötig haben, ein Stückchen davon weiterzugeben.»

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