Drei Smileys zum auswählen.

Zertifizierung: sanaCERT suisse

Seit 2010 ist die Akutsomatik der SRO AG nach sanaCERT suisse zertifiziert. Die Qualitätsarbeit wird dabei anhand von acht Qualitätsstandards überprüft. 

Die Stiftung sanaCERT suisse zertifiziert das Qualitätsmanagementsystem von Spitälern und Institutionen aus der Langzeitpflege. 15 Spitäler oder Spitalgruppen sind aktuell nach sanaCERT suisse zertifiziert. Die Überprüfung erfolgt dabei im sogenannten "Peer"-System. Auditoren, welche in einer anderen Institution in leitender Funktion als Arzt, Pflegefachperson oder im Bereich Verwaltung arbeiten, prüfen vor Ort, ob die Vorgaben von sanaCERT suisse umgesetzt werden. Diese Überprüfung dauert zwei Tage und findet alle drei Jahre statt. In den Jahren dazwischen findet eine kürzere Überprüfung, ein sogenanntes Überwachungsaudit statt. Dieses dauert einen halben Tag.
Nach der Erst-Zertifizierung 2010 und den erfolgreichen Re-Zertifizierungen 2013 und 2016 wird im 2019 die erneute Re-Zertifizierung angestrebt. Anlässlich dieser Re-Zertifizierung werden die unten aufgeführten Qualitätsstandards zur Beurteilung vorgelegt.

Im Rahmen des Audits überprüfen die Peers, ob die Umsetzung der Standards den definierten normativen Anforderungen von sanaCERT suisse entspricht. Weiter, ob Umsetzung und Wirksamkeit der Standards intern überprüft und der Standard auf Basis dieser Erkenntnisse weiter verbessert wurde. Diese kontinuierliche Verbesserung, die Grundaufgabe in der Qualitätsarbeit, ist bei der Beurteilung von zentraler Bedeutung. Auch werden im Rahmen dieser Audits Mitarbeitende befragt, um die Implementierung der Vorgaben in der Praxis nachvollziehen zu können.

Weitere Informationen unter: www.sanacert.ch

 

Im Grundstandard Qualitätsmanagement wird geprüft, wie die oberste operative Führungsebene die Qualitätsverantwortung wahrnimmt. Wie Qualitätsziele von den Unternehmenszielen abgeleitet werden und ob eine kritische Reflexion zwischen Aufwand und Nutzen stattfindet. Weiter sind die Qualitätsorganisation sowie der Einbezug der Mitarbeitenden Themen des Grundstandards. Mitarbeitende sollen zu Qualitätsthemen geschult werden und wissen, wie sie sich über Qualitätsarbeit informieren können.
Die Darstellung der Betriebsabläufe als Prozesse sowie die Sicherstellung des kontinuierlichen Verbessrungsprozesses runden den Grundstandard ab.

Die Spitalhygiene ist zuständig für ein einheitliches, effizientes Konzept zum Schutz von Patienten und Mitarbeitern.
Sie definiert Massnahmen zur Vorbeugung, Erkennung, Erfassung sowie Verhinderung von healthcare- assoziierten Infektionen (HAI). Dabei gilt die Händehygiene als wichtigste Massnahme zum Schutz vor HAI.
Als Grundlagen dienen die Richtlinien zur Standardhygiene, Isolationsmassnahmen/Management bei multiresistenten Keimen und weitere Themen. Die Hygienemassnahmen mit direktem Patientenbezug sind verbindlich festgelegt, werden fortlaufend aktualisiert und durch Schulungen, Beratungen und einer interdisziplinären Zusammenarbeit implementiert respektive kontrolliert.
Die Überwachung der Hygienemassnahmen und die Erfassung von healthcare- assoziierten Infektionen sind zentrale Bestandteile der Qualitätssicherung.

In diesem Standard werden Zufriedenheitsbefragungen von Patienten geplant, koordiniert und ausgewertet. Dies auf Basis des Konzepts Management der Patientenzufriedenheit, in welchem die Rahmenbedingungen für Zufriedenheitsmessungen geregelt sind. Für die Koordination der Zufriedenheitsmessungen steht ein Mehrjahresplan zur Verfügung, welcher vor jeder Befragung nochmals kritisch geprüft wird. Neben der Durchführung und Auswertung sind Kommunikation sowie die Begleitung der Bereiche bei Definition, Planung und Umsetzung von Verbesserungsmassnahmen wichtige Elemente dieses Standards.

In diesem Standard wird geprüft, wie ein kritisches Ereignis in der SRO AG definiert ist und wie diese kritischen Ereignisse erfasst und analysiert werden, um die bestehenden Prozesse und damit auch die Patientensicherheit zu verbessern. Weitere Themen sind der Einbezug der Mitarbeitenden und die Förderung der Meldekultur.  Ziel der Aufarbeitung von kritischen Ereignissen ist die Identifikation und die Behebung von Schwachstellen im System.

Inhalt dieses Standards bildet die Beziehung zwischen den Mitarbeitenden und dem Unternehmen als Organisation. Die Personalpolitik und die Personalstrategie bilden die Grundlage. Weiterer Schwerpunkte des Standards bilden die Mitarbeiterförderung, die Klärung von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung in Funktionsbeschreibungen oder die Möglichkeit der Mitsprache. Die Förderung der interdisziplinären und interprofessionellen Zusammenarbeit durch entsprechende Fort- und Weiterbildungen und unter Berücksichtigung dieser Aspekte bei der Zusammensetzung von Führungsgremien runden den Standard ab.

Einen Verwirrtheitszustand rasch erkennen und diagnostisch korrekt einordnen, um die weitere Behandlung einleiten zu können, ist die Grundlage dieses Standards. Um verwirrte Patienten optimal erkennen und behandeln zu können, ist die Verbindlichkeit von interprofessionell und interdisziplinär erarbeiteten Behandlungsstandards zentral. Umsetzung, Wirksamkeit und die weitere Verbesserung dieser Behandlungsstandards bilden die Kernelemente der externen Überprüfung.

Dieser Standard beinhaltet die Zusammenarbeit innerhalb des Rettungsdienstes sowie mit den nachbehandelnden Institutionen und den Partnerorganisationen. Die Anwendung von Algorithmen, das heisst, standardisierte Vorgehensweisen bei bestimmten Erkrankungen oder Zuständen sind ebenso Bestandteil des Standards, wie festgelegte Kompetenzen der Mitarbeitenden und die fortlaufende Fortbildung der Mitarbeitenden. Die Themen Patientenrechte sowie Auswertung von Kennzahlen und kontinuierliche Verbesserung des Konzepts runden den Standard ab.

Dieser Standard befasst sich mit Pflege und Betreuung von Patienten mit chronischen Erkrankungen, welche zum Tod des Patienten führen werden. Dazu gehören Themen wie Lebensqualität, Symptommanagement, Umgang mit Patientenverfügungen und der Einbezug der Angehörigen. Auch in diesem Standard ist die interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit sowie die Orientierung an gemeinsamen Behandlungsstandards zentral, um Patienten und Angehörige in diesem Lebensabschnitt ihren Bedürfnissen entsprechend, begleiten zu können.

Tip-A-Friend

Seite Empfehlen

Seite weiterempfehlen