Steine bilden eine Brücke

Ausblick - Schwerpunkte für 2021

Im 2021 stehen verschiedene Themen im Fokus. Dazu zählen das Dokumentenmanagement, der Ausbau im Bereich PROM's sowie die Förderung der Sicherheitskultur.

Für 2021 hat die Kommission Qualität und Sicherheit kein Motto festgelegt. Bearbeitet werden Themen, welche die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität weiter fördern. 

Mit Einführung von Sharepoint 2019 wird in der SRO AG das Dokumentenmanagement der Vorgabedokumente neu geregelt. Die Vorgabedokumente werden in den Bereichen verwaltet. Dazu stehen den Bereichen im Sharepoint eine Entwurfsbibliothek und eine öffentliche Bibliothek zur Verfügung.
Sollen Vorgabedokumente aus der Entwurfsbibliothek veröffentlicht werden, so wird ein Workflow gestartet. In diesem Workflow wird das Dokument zuerst dem Fachverantwortlichen zur Prüfung und anschliessend dem Prozessverantwortlichen zur Freigabe zugestellt. Der Prozessverantwortliche hat weiter die Möglichkeit, für das neu veröffentlichte Dokument bei Mitarbeitenden eine Lesebestätigung einzuholen.
Nach Freigabe durch den Prozessverantwortlichen wird das Dokument im pdf-Format in einer neuen Version publiziert. 
In der Entwurfsbibliothek kann das Dokument bei Bedarf überarbeitet und anschliessend wiederum in den Freigabe-Workflow gegeben werden.

Die Vorgabe-Dokumente werden ins Managementsystem der SRO AG verlinkt. Damit sind sie in den Prozessdiagrammen bei den jeweiligen Aktivitäten für die Mitarbeitenden direkt abrufbar. 

Im Sharepoint 2019 wird das Managementsystem so integriert, als dass über die Suchfunktion sowohl Prozessdiagramme, wie auch die dazugehörigen Vorgabedokumente abrufbar sind. Prozessdiagramme und Vorgabedokumente sind mit einem entsprechenden Icon gekennzeichnet, sodass sie für die Mitarbeitenden unmittelbar als solche erkennbar sind. Über Filtermöglichkeiten kann zudem die gesuchte Dokumentenart gefiltert werden.
Die Suchfunktion verfügt ausserdem über eine Vorschau. Damit können relevante Suchergebnisse rasch gesichtet werden. 

Mit Integration des Managementsystems ins Sharepoint und dem Workflow für Vorgabedokumente stellt sich für den Mitarbeitenden nicht mehr die Frage, in welchem System gesucht werden muss. Es gibt eine zentrale Plattform, welche Ergebnisse liefert, deren Ursprung und Zweck auf einen Blick erkennbar sind. Weiter wird die Dokumentenlenkung im Bereich Vorgabedokumente unterstützt. 

Im Jahr 2018 hat die Klinik für Chirurgie mit der Erfassung von PROM's gestartet. Für drei Referenzeingriffe wird der European Quality of Life (EuroQoL EQ-5) präoperativ und sechs Monate postoperativ erfasst.
Der EQ-5D ist ein standardisiertes Instrument zur Erhebung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Er besteht aus zwei Komponenten. Die erste Komponente bilden fünf Fragen, anhand welcher die Patientinnen und Patienten ihren Gesundheitszustand einschätzen. Die Fragen bilden folgende Dimensionen ab:

  • Mobilität
  • Selbstversorgung
  • Alltägliche Tätigkeiten
  • Schmerzen
  • Angst

Die zweite Komponente, die EQ-5D-VAS spiegelt eine globale Selbsteinschätzung des allgemeinen Gesundheitszustandes, auf einer Skala von 0 (schlechtester möglicher Gesundheitszustand) bis 100 (bestmöglicher Gesundheitszustand).

In der Klinik für Chirurgie wir der EQ-5D für folgende Referenzeingriffe erfasst:

  • Lap. Cholecystektomie
  • Inguinalhernien
  • Colonoperationen bei gutartigem Befund

Bei der Inguinalhernie werden zusätzlich das offene (Lichtenstein) und das endoskopische (TAPP) Operationsverfahren einander gegenübergestellt. Die Dokumentation erfolgt im AQC-Register. 

Grafik Entwicklung EuroQol Dimension Schmerz 2019-2020 für Inguinalhernien

In der Klinik für Chirurgie wird ab 2021 zusätzlich das Outcome nach Schilddrüsenoperation kontrolliert. Neben dem EQ-5D werden ergänzende, eingriffsspezifische Fragen gestellt. Dazu zählen Fragen zu Atembeschwerden, Schluckbeschwerden und Heiserkeit.

In der Klinik für Orthopädie wird ab 2021 ebenfalls mit dem EQ-5D gearbeitet. Dieser wird bei elektiven Hüft- und Knie-Prothesen präoperativ sowie sechs und zwölf Monate postoperativ erhoben. Die Dokumentation erfolgt im SIRIS - Register.

Die Förderung der Sicherheitskultur zählt zu den Kernanliegen des Qualitätsmanagements. Verschieden Instrumente und Gefässe sind seit vielen Jahren etabliert. Dazu zählen unter anderen:

  • CIRS (Critical Incident Reporting) - Meldesystem
  • Fallbesprechungen mit Fallanalysen
  • Förderung von Speak Up
  • MoMo-Konferenzen, auch klinikübergreifend
  • KVP-Meetings in Teams
  • Arbeit in interprofessionell und interdisziplinär zusammengesetzten Qualitätszirkeln
  • Bereichs- und Klinik-übergreifende Schulungen
  • Schulung in Kommunikationstechniken: ISBAR, SAGES

Im Jahr 2020 waren viele Austauschsitzungen aufgrund von Covid-19 nicht möglich. Die Kommunikation erfolgte oft schriftlich und das Personal war hohen Belastungen ausgesetzt. Auch die Unsicherheit bezüglich Spitalauslastung und weiterer Entwicklung der Pandemie ist für die Mitarbeitenden belastend. 

Unter dem Motto des Gesamtspitals Spital mit Herz soll deshalb bewusst mit eingangs genannten Gefässen und Hilfsmitteln gearbeitet werden. Die offene Kommunikation und die Teamarbeit, über Schnittstellen soll mit verschiedenen Möglichkeiten gefördert werden. Dazu zählen regelmässige Informationen und Rückmeldungen aus dem Qualitätsmanagement. Die Durchführung von Austauschsitzungen und MoMo-Konferenzen, digital oder in kleinen Gruppen, sowie die Förderung von e-learning.
Weiter soll das Thema der nicht-technischen Fähigkeiten aufgenommen, geschult und trainiert werden. Denn Menschen und Teams, die in diesen Fähigkeiten geschult sind, neigen wesentlich weniger zu Fehlleistungen. 

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