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Der nächste Schritt in die Zukunft
Ausbau Spatenstich des Spitals Region Oberaargau für das 75-Millionen-Ausbauprojekt
24 Lernende der Spital Region Oberaargau AG (SRO) eröffneten gestern Mittag mit dem Spatenstich die Bauarbeiten des 75-Millionen-Franken- Projekts. Der symbolische Spaten-stich war deshalb den Lernenden vorbehalten, weil sie die künftige Generation des Spitals darstellen.
Alle anwesenden Gäste waren sich einig: Das ist ein grosser Schritt für das Spital und das Gesundheitswesen im Oberaargau. Geplant sind verschiedene Neubauten (Operationstrakt, Therapieräume, Radiologie und Labors) und Umbauten (Tagesklinik, Behandlungsräume). Für einen war der gestrige Tag eine ganz besondere Genugtuung: Dieter Widmer. Der BDP Grossrat, langjährige SRO-Verwaltungsratspräsident und jetzige Vizedirektor des Spitals hat massgeblich zum Gelingendieses Projekts beigetragen.
Vor allem in seiner Funktion als Oberaargauer Volksvertreter weibelte und taktierte er im Januar 2010 derart geschickt, dass das Kantonsparlament den Kredit nach langer Debatte letztlich doch deutlich genehmigte (106 gegen 13 Stimmen und 12 Enthaltungen). Er verspüre eine riesige Freude und Zufriedenheit, sagte Widmer deshalb gestern am Rande der Feierlichkeiten.
Sieben Jahre dauerte es von den ersten Grobideen für einen Ausbau des Spitals bis
zum gestrigen Startschuss der Arbeiten. Die technischen Lösungen für den geplanten Um- und Ausbau zu finden, sei sehr anspruchsvoll gewesen, sagte Widmer rückblickend. Natürlich sei auch der politische Prozess eine Herausforderung gewesen.
Jetzt hofft er, die Bauzeit unfallfrei zu überstehen und den Zeitplan einhalten zu können. Der Neubau soll laut Widmer in zwei Jahren abgeschlossen sein. Bis Ende 2014 sollen die Umbauten durchgeführt werden. Bis im Frühling 2015 will die SRO AG alle neuen Räumlichkeiten beziehen. Seine Hoffnung für die Zukunft des SRO ist: «Dass wir das Spital mit einer topmodernen Infrastruktur und idealen Verhältnissen in die Zukunft führen können.».
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Stolzer Arbeitgeber
Andreas Kohli, seit etwas mehr als einem Jahr Direktor der SRO AG, sagte: Neben qualifizierten Ärzten und gut ausgebildeten Mitarbeitenden sei eine moderne Spitalinfra- struktur eine der wichtigsten Voraussetzungen, um erfolgreich den Auftrag wahrnehmen zu können. Dieser bestehe in der medizinischen Grundversorgung der Bevölkerung im Oberaargau. Das Einzugsgebiet umfasst immerhin gut 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Kohli ist überzeugt, dass die SRO AG bereits heute ihren Auftrag gut erfüllt. Der Betrieb sei gut aufgestellt, das Angebot stimme. Aber: «Wir können nicht stehen bleiben. Wir müssen das Angebot ausbauen – dafür brauchen wir jedoch eine moderne Infrastruktur.» Das Gesundheitswesen stehe seit einiger Zeit im Fokus der Öffentlichkeit, sagte Kohli. Das Spital Region Oberaargau bereite sich intensiv auf die Zukunft vor. «Dabei stehen nicht immer nur positive Themen im Vordergrund. Der Abbau von 30 Arbeitsplätzen ist nur ein Beispiel – und für alle Betroffene eine grosse Herausforderung.» Das SRO nehme den Versorgungsauftrag aber ernst und sei stolz darauf, zu den grössten Arbeitgebern der Region zu gehören.
Hoffen auf lokale Wertschöpfung
Stadtpräsident Thomas Rufener (SVP) erinnerte daran, dass dieses Projekt seit dem Bau der regionalen Abwasserreinigungsanlage Zala (für etwa 90 Millionen Franken) das grösste Projekt im Oberaargau sei. «Es ist zukunftsweisend und für unsere Region von enormer Bedeutung », so Rufener. Der Stadtpräsident wertet dieses Investitions-projekt als deutliches Zeichen für eine langfristige Bereitstellung von qualifizierten Arbeitsplätzen. «Zudem hoffe ich, dass vor allem örtliche Firmen zu Aufträgen kommen und somit die Wertschöpfungskette in der Region spielen wird.» Der kantonale Spital-fonds, mit dem dieser Ausbau finanziert wird, sei ja auch durch bernische Steuererträge geäufnet worden, sagte Rufener. Er hofft deshalb, das zur Hauptsache bernische Firmen beauftragt werden. Denn diese seien wiederum bernische Arbeitgeber und Steuerzahler.
© Langenthaler Tagblatt, 17.09.2011 , 17.09.2011,
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